
Bei der Versteigerung der TV-Rechte für die Bundesliga wird es wohl ein neues Paket geben. Große Interessenten dafür gibt es auch bereits – was bedeutet dies für Sky, DAZN und Sat.1?
Die Live-Rechte für die Bundesliga liegen derzeit im Wesentlichen bei Sky (Samstagsspiele) und DAZN (Freitag und Sonntag). Darüber hinaus darf Sat.1 in ausgewählten Fällen am Sky-Kontingent der Übertragungen teilhaben. Bis zur Nächsten Vergabe für die Zeit nach der Saison 2024/25 dauert es noch eine Weile – doch die Ausschreibung eines ganz neuen Pakets mit Übertragungsrechten macht derzeit die Runde:
Laut einem Bericht der Plattform „Spobis“ will die DFL nämlich ab der kommenden Rechteperiode auch Bundesliga-Lizenzen für „In-Car-Entertainment“ verkaufen. Das bedeutet so viel wie „Unterhaltung im Auto“ und bezieht sich damit wohl spezifisch auf Übertragungen, die direkt über Multimedia-Systeme von Personenwagen wiedergegeben werden.
Wie die „Bild“-Zeitung ebenfalls kolportierte, soll sich ein Pilotprojekt zwischen DFL und BMW bereits in der Testphase befinden und auch die Autobauer Audi und Mercedes Benz sollen bereits Interesse an den Bundesliga-Rechten für das Fußball-Entertainment auf vier Reifen hegen.
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Sky und DAZN beziehen andere Pakete
Damit werden die derzeitig an Sky und DAZN vergebenen Rechte-Pakete wohl nicht ins Visier genommen, da es sich bei den neuen Rechte-Optionen wohl um ein spezifisches neues Produkt handelt, das separat von den Haupt-Lizenzen für die Rundfunk- und Streaming-Verbreitung vergeben wird.
Ob sich das Feld der gewohnten Bieter für die Filetstücke des deutschen Live-Fußballs nicht jedoch trotzdem neu zusammensetzen wird, steht derweil auf einem anderen Blatt: Die Verkaufsgerüchte um Sky Deutschland sind zwar derzeit weniger laut – jedoch könnte eine Veräußerung des Pay-TV-Anbieters jederzeit wieder aktuell werden.
Darüber hinaus schielen auch große Streaming-Anbieter wie Netflix, Apple und Amazon Prime Video auf große Sportrechte und ein Bieter-Vakuum auf dem deutschen Markt für TV-Sportrechte könnte die milliardenschweren Medienkonzerne durchaus verstärkt auf den Plan rufen.
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