TV-Duell von Springer: Gute Zahlen für Welt, aber keine Millionen-Reichweite

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Duell

Erneut standen sich Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (Union) in einem TV-Studio gegenüber. Das Duell lief diesmal bei Bild und Welt.

Es ist das letzte klassische Duell von Friedrich Merz (Union) und Noch-Kanzler Olaf Scholz (SPD) vor der Bundestagswahl am Sonntag. Nach dem ersten Duell vor eineinhalb Wochen bei ARD/ZDF und dem Quadrell am Sonntag bei RTL/ntv/Stern waren nun Bild und Welt Gastgeber des gut einstündigen Schlagabtauschs. An dieser Stelle kann nur die rein lineare Reichweite über klassische Nutzungswege genannt werden und noch dazu die Zuschauenden via Welt TV. Der Axel Springer Verlag hat den Schlagabtausch allerdings auch anderweitig zugänglich gemacht, etwa über einen Livestream auf Bild.de. Hier spricht der Verlag selbst etwa von 2,4 Millionen Media-Starts, die allerdings nicht in einen Topf zu werfen sind mit der von der AGF ermittelten Durchschnittsreichweite. Die nun von der AGF veröffentlichten Zahlen bilden also nur einen Teil der Nutzung ab.

Sie sind aber richtig gut: Ab 20:15 Uhr kam Welt auf rund 660.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, also deutlich mehr als üblich. Beim Publikum ab drei Jahren sicherte sich der Nachrichtensender somit 2,7 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Schnitt 4,8 Prozent ermittelt. Die erreichte Durchschnitts-Zuschauerzahl in dieser Altersspanne lag demnach bei rund 240.000. Im Anschluss an das Duell gab es eine ausführliche Analyse-Sendung, in der Robin Alexander, Jörg Pilawa, Paul Ronzheimer und Katja Burkard diskutierten. Rund 420.000 Personen sahen diese im Schnitt. Gemessen wurden bei den Jungen noch 2,7 Prozent.

Die „Farbe bekennen“-Sendung mit Robert Habeck, die im Ersten ab Viertel nach Acht lief, war weniger gefragt als die vom Dienstag mit Alice Weidel. Sahen am Dienstag noch über fünf Millionen Personen zu, lag die gemessene Reichweite jetzt bei 3,44 Millionen (13,8%). 12,8 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen festgestellt. Mit 4,24 Millionen Zuschauern gefragt war die Fortsetzung des ZDF-Fiction-Programms „Lillys Verschwinden“, das somit auf 17,4 Prozent Marktanteil kam. Bei den Jüngeren hatte der Film angesichts von nur vier Prozent aber Probleme.

Gute Quoten für Politiker-Portraits im Zweiten

Besser liefen dann politische Inhalte am späteren Abend im Zweiten. Zu sehen gab es nach 22:15 Uhr Portraits von Robert Habeck und Alice Weidel. 2,38 Millionen (13,4%) sahen bei Habeck zu, 2,21 Millionen (14,6%) bei Weidel. Bei den Jüngeren landeten beide Ausstrahlungen mit 9,9 und 12,0 Prozent klar über Senderschnitt. Stark war ab 0:10 Uhr dann auch „Markus Lanz“ mit 18,2 Prozent gesamt und 12,8 Prozent bei den Jungen.

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Bildquelle:

  • duell: Bild/Welt
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