Neuer Sky-Flutlicht-Freitag: „Dann mach‘ mas wie bei Prime“

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Sky Sport

Alexander Rösner, Sky Sport-Chefredakteur, hat Einblicke gegeben, wie die Idee entstand, ab August am Freitagabend Bundesliga-Spiele von zwei Kommentatoren begleiten zu lassen. Welche Rolle Prime Video dabei spielte.

Für reichlich Diskussionsstoff gesorgt hat die auch von DIGITAL FERNSEHEN am frühen Freitagmorgen verbreitete Meldung, dass Sky Sport seine neuen Freitagabend-Bundesligaspiele (die Rechte wechseln vor der kommenden Saison wieder zu Sky) von zwei Kommentatoren-Duos im Wechsel begleiten lassen wird. Eines davon bilden Frank Buschmann und Florian Schmidt-Sommerfeld („Schmiso“ gibt für Sky zudem sein bisheriges RTL-NFL-Engagement auf). Die Reaktionen fielen erwartbar gemischt aus. Während einige die Besetzung mit Buschi und Schmiso furchtbar finden, freuen sich andere.

Einblicke in die Sky-Redaktionskonferenz

Sport-Chefredakteur Alexander Rösner hat am Freitagnachmittag derweil im „Lauschangriff“-Podcast gesagt, wie die Idee überhaupt zustande kam. Er sagt in launiger Atmosphäre, dass man sich für den neuen Sendeplatz auch etwas Neues ausdenken habe wollen. Und in einer Redaktionskonferenz habe ein Mitarbeiter dann gesagt: „Dann mach‘ mas halt wie bei Prime, da stehen fünf, sechs Experten rum, da kommen vier-fünf gleichzeitig.“ Rösner sagte, entsprechender Kollege habe einfach ein bisschen provozieren wollen. Rösner habe entgegnet, dass man aus dieser Provokation „eine gute Idee“ machen könne.

Rösner betonte, dass das Freitagsspiel auch deshalb wichtig sei für Sky, weil es das einzige Bundesliga-Primetime-Event sei. „Es ist besondere Atmosphäre. Das Wochenende beginnt, der Spieltag beginnt. Es riecht nach Rasen, es riecht nach Bratwurst.“ Ziel sei es, Entertainment und ernsthafte Sportberichterstattung zu verbinden. Frank Buschmann sagte: „Es wird der Versuch einer anderen Begleitung, wobei für mich nicht der Schwerpunkt auf zwanghaft anders, sondern auf Begleitung liegt (…). Wir haben nicht das Rezept, wie das funktioniert. Da werden wir uns bisschen rantasten müssen. Aber wir haben eine klare Prämisse. Im Mittelpunkt steht das Fußballspiel.“

Rösner freute sich zudem in einem von Sky veröffentlichten Video, dass Florian Schmidt-Sommerfeld seinen Vertrag bei Sky verlängert habe. Schmidt-Sommerfeld gab auch Einblicke in seine Entscheidungsfindung. Aktuell arbeitet er ja neben Sky auch noch für Dyn, zudem ist er Stimme der NFL bei RTL gewesen. Dort hört er jetzt auf. Schmidt-Sommerfeld sagte: „Für mich stand an: Ich muss eine Sache loswerden, so schwer mir das fällt. Aber es geht nicht mehr. Es war sehr schön in den zwei Jahren, aber gelebt habe ich nur noch sehr am Rande.“ Neben seinen Engagements beim Fußball, Handball und der NFL steht „Schmiso“ ja unter anderem auch für Unterhaltungsformate für Sat.1 vor der Kamera.

„Mit dem Freitag hast du mich sofort gehabt und dann war ich auch froh zu hören, dass ich samstags weitermachen kann“, berichtet der Fußballkommentator aus den Gesprächen mit Rösner. Und dann stand der Premier League-Sonntags wohl zur Debatte, „Schmisos“ „ultimativ erstes großes Ding bei Sky“, wie der Reporter es nennt. „Der ist ja letzte Saison schon etwas kurz gekommen.“ Jetzt sei die Entscheidung gefallen, dass er „viel mehr“ bei der Premier League am Sonntag machen werden – es werde wieder „fast so wie damals“ sein. „Damals“ machte „Schmiso“ eigentlich jedes „Match of the Week“ von der Insel am Sonntag. „Um dem Raum zu geben, war klar: Dann kann ich kein Football mehr machen. Das war ein langer Prozess“ und eine „schwere Entscheidung“, wie „Schmiso“ es nannte.

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