
Magnetfußantennen für DAB+ helfen, den Empfang im Vergleich zu Scheibenklebeantennen entscheidend zu verbessern. Doch sind alle Magnetfußantennen gleich gut?
Wie heute so oft anzutreffen, trägt auch unser Testkandidat keine Typenbezeichnung. Als Markenname taucht lediglich Bingfu auf der Verpackung auf. Auf dieser sind auch die Einsatzgebiete dieser Universal-Magnetfußantenne angeführt. Demnach soll die Antenne für AM und FM Radio, DAB+, GPS, CB-Funk, WiFi, 4G-Mobilfunk und so weiter funktionieren. Demnach sollte die Antenne grob für den Bereich von rund 150 kHz bis über 1,5 GHz funktionieren.
Ausstattung
Die Magnetfußantenne gibt es jedenfalls in zwei Ausführungen. Sie unterscheiden sich nur im Stecker am Ende des 3 m langen Anschlusskabels. Eine Variante kommt mit SMB-Stecker, so wie wir ihn bei vielen DAB+-DIN-Autoradios, aber teilweise auch an Autoradioadaptern finden. Version 2 kommt mit einem SMA-Stecker, sowie einem MCX-Adapter. Beide findet man bei diversen DAB+-Autoradioadaptern. Insbesondere SMA finden wir auch bei diversen aktuellen Weltempfängern und bei Funkgeräten.
Der Antennenstab ist 28 cm lang und hebt sich durch zwei Spulen von anderen Modellen ab. Diese bestehen aus je zehn Windungen, die im Antennenstab von etwa 1 mm Durchmesser integriert sind. Sie findet man, vom Antennenfußpunkt gemessen, in Höhen von 4 und 10 cm. Ihr Durchmesser liegt bei 9 mm. Die beiden Spulen verleihen dem Antennenstab ein hohes Maß an Flexibilität. So lässt er sich zu einem gewissen Grad umbiegen, kehr aber anschließend wieder in seine Ausgangslage zurück.
Der Magnetfuß erscheint mit seinen 3 cm Durchmesser ausgesprochen zierlich. Er ist mit einem 3-mm-Gewinde versehen, auf das der Antennenstab aufzuschrauben ist.
Magnetfuß
Gewöhnlich soll der Magnetfuß für sicheren Stand der Antenne zum Beispiel auf dem Autodach sorgen. Doch die Haftkraft des in dieser Universalantenne verbauten Magnetfußes lässt da ernsthafte Zweifel aufkommen. „Spielzeugmagnet“ beschreibt das, was er zu leisten imstande ist, recht gut.
Zum Lieferumfang gehört auch ein zu einer runden Scheibe ausgestanztes Schaumstoff-Doppelklebeband. Mit ihm soll die Antenne am Autodach angeklebt werden. Wegen seiner Beschaffenheit und auch Dicke von rund einem Millimeter dürfte sich damit die Haftkraft aber kaum verbessern. Angesichts des äußerst schwachen Magneten ist eher das Gegenteil zu erwarten.
In der Praxis
Eigentlich hatten wir vor, die Antenne auf einer rund 400 km langen Strecke zu testen. Dabei ging es nicht nur herauszufinden, wie gut die Antenne empfängt, sondern auch, wie gut sie auf dem Autodach haftet. Dazu herrschten ideale Bedingungen. Und zwar heftiger, böenartiger Wind. Von anderen Magnetfußantennen, auch jenen, die ständig auf unserem Autodach sind, wissen wir, dass sie damit glänzend klar kommen. Doch für die Bingfu Universal-Magnetfußantenne war bereits nach 35 km auf der Landstraße Schluss. Zunächst ein blechernes „Klong“ dann ein schabendes Geräusch, unmittelbar gefolgt von einem klopfen, hervorgerufen durch die nun an der Seite herunterhängenden Antenne, wie sie am Fensterglas anschlug.
Damit war klar, dass sich diese Antenne absolut nicht für den Einsatz an einem Fahrzeug geeignet ist. Die Haftkraft des Magneten ist jedenfalls unterdimensioniert. Dabei hatten wir noch nicht einmal die Gelegenheit, die Antenne bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn und dem damit verbundenen höheren Fahrtwind, zu testen.
Unter diesen Voraussetzungen treten ausnahmsweise die Empfangsleistungen dieser Antenne in den Hintergrund und spielen keine Rolle mehr. Von Zuverlässigkeit ist hier absolut keine Rede mehr.
Auch interessant: