
Am Donnerstag hat die britische öffentlich-rechtliche Sendeanstalt BBC den Start der „Project Barcelona“ getauften kostenpflichtigen Downloadplattform bestätigt. Eine solche plant nun offenbar auch der ORF.
Der Arbeitstitel für die Plattform des österreichischen Rundfunks soll „Austria’s Gold“ lauten, teilte die Tageszeitung „Standard“ in ihrer Freitagsausgabe mit. In seiner Bewerbung 2011 kündigte ORF-Chef Alexander Wrabetz bereits „kommerzielle Verwertung der Archivbestände“ und Bezahlsysteme für Webabruf an.
Den Projektnamen übernahm der ORF von ARD und ZDF, die „Germany’s Gold“ in diesem Jahr starten wollen. Mit dem ORF ist man dazu im Gespräch, erklärt die Sprecherin der federführenden WDR-Tochterfirma. „Das ist kein öffentlich-rechtliches Produkt, sagte sie.
Auch Thomas Prantner, Direktor für ORF-Online und neue Medien beim ORF, sieht in den ersten Erfolgen der Video-on-Demand-Plattform „Germany’s Gold“ von ARD und ZDF, ein gutes Beispiel für die Umsetzung in Österreich. „Im Wesentlichen ist es nichts anderes als ein modernes, publikumsfreundlicher Programmservice“, so Prantner in einem Interview mit dem „Standard“ im Dezember 2011.
Im vergangenen Jahr wurden Pläne laut, dass die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit deutschen Film- und Fernsehproduzenten bereits an einer kommerziellen Online-Videothek arbeiten. Diese solle als deutsche Antwort auf Youtube nachhaltig Nutzer binden.
Wahlweise sollen die angebotenen „Qualitätsinhalte aus 60 Jahren deutscher Fernsehgeschichte“ dann mit Werbeeinblendungen oder gegen Gebühr abrufbar sein. Im November hatte das Bundeskartellamt ein Kartellverfahren eingeleitet, um die Pläne eingehend zu prüfen (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). [su]
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