Eine Umfrage, die Zattoo bei einem Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben hat, zeigt, dass Streaming-Angebote weiter in ihrer Beliebtheit zunehmen – dabei greifen in Deutschland immer noch die meisten über ihren Computer auf die Inhalte zu.
Die Möglichkeit, Medieninhalte zur gewünschten Zeit zu konsumieren – sprich vom Zeitplan der linearen Ausstrahlungen unabhängig – ist ein wesentlicher Grund für die wachsende Popularität von Mediatheken und On-Demand-Streams. Auch die Benutzeroberflächen der auf den Markt drängenden Smart-TVs helfen dabei, das Internet als Bezugsweg für Medienhalte im Wohnzimmer zu etablieren.
Dabei ist laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes Kantar TNS die Nutzung der smarten Fernsehgeräte im Hinblick auf Online-Inhalte mit etwa 40 Prozent eher stagniert – was daran liegen könnte, dass Computer und Laptops mit 60 Prozent der Befragten nach wie vor von den meisten Nutzern bevorzugt werden. Doch der Stern der weit verbreiteten Digitalgeräte sinkt langsam: Vor zwei Jahren bezogen noch 76 Prozent der Nutzer Streams vorrangig über die Web-Browser stationärer und mobiler Computer.
Da große Anbieter wie Apple, Amazon und Sky mittlerweile ausnahmslos sogenannte TV-Sticks und Set-Boxen anbieten, die auch Fernsehern älterer Semester eine smarte Benutzeroberfläche verleihen, lassen sich Netflix, Prime, YouTube und die Mediatheken von TV-Sendern auch für Nutzer ohne brandneues TV-Gerät App-basiert beziehen und per Fernbedienung vom Sofa aus steuern. Auch lineares TV lässt sich mittlerweile über diverse Apps über smarte Geräte beziehen, ohne dass ein Kabelanschluss oder Satelliten-Receiver vorhanden sein muss.
Im Beliebtheits-Ranking der vom Online-TV-Anbieter Zattoo in Auftrag gegebenen Erhebung belegt YouTube mit 63 Prozent der befragten Nutzer die Pole Position. 59 Prozent der User frequentieren die Mediatheken der TV-Sender, um dort auf gespeicherte Programminhalte zugreifen zu können. Video on Demand nutzen immerhin 41 Prozent der Befragten, wobei Live-Steams von TV-Angeboten zwar auch noch gefragt sind, aber mit 27 Prozent der Nutzer in der Nachfrage deutlich hinten liegen. [rs]
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