
Zurzeit testet der Streamingdienst bei ausgewählten Testkunden die Möglichkeit, Filme oder Serien langsamer oder schneller abspielen zu lassen. Vielen Filmproduzenten gefällt diese Idee gar nicht und so verwundert es nicht, dass sie gegen diese Funktion protestieren.
Was wäre, wenn man in weniger Zeit als der angegebenen Filmlänge mehrere Inhalte auf Netflix ansehen könnte? Was für den Nutzer nach Zeitersparnis klingt, würde für den Streamingdienst gleichzeitig auch höhere Quoten bedeuten. Eine klassische Win-Win-Situation könnte man meinen. Wenn es dabei nicht einen Verlierer gebe. In Hollywood brandet nämlich ein Aufschrei unter den Filmemachern auf.
Aktuell läuft eine Testphase für variable Abspielgeschwindigkeiten der Netflix-Inhalte für die Android-App, wie der Streamingdienst bestätigte. Damit könne ein Film oder eine Serie in den halb oder dreiviertel mal so schnell abgespielt werden, aber eben auch beschleunigt um den Faktor 1,25 oder 1,5. Bisher habe sich Netflix jedoch noch nicht entschieden, ob diese Funktion für alle Nutzer frei geschaltet wird.
Viele Filmemacher kritisierten die (Test-)Maßnahme des Streamingdienstes scharf, schließlich habe der Vertriebspartner nicht das Recht, lizenzierte Inhalte zu verändern. Im Fordergrund der Proteste steht nicht zuletzt auch der Film an sich als Kunstform, als fertiges Produkt, dass genauso wiedergegeben werden soll, wie die Filmemacher dies beabsichtigt haben. [msr]
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