
Köln – Der Bundesverband Glasfaseranschluss hat die Bundesregierung zu ehrgeizigeren Zielen im Rahmen der Breitbandinitiative aufgefordert.
Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas), der verschiedene Regionalanbieter mit eigenen Netzen vertritt, will bundesweite Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde erreichen. 50 Mbit/s, wie sie derzeit die Regierung vorsieht, seien nicht genug.
Die Bundesregierung solle daher in ihrer Breitbandinitiative die Ziele auf mindestens 100 Megabit pro Sekunde erhöhen. Der Verband fordert insbesondere investitionsfreundliche rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen. So sollten Infrastrukturaufbau und Investitionsrisiken von der Netzagentur „angemessen“ bewertet werden.
Kooperationen beim Glasfaserausbau sollten soweit wie möglich gefördert werden. Als besonders wichtig betrachtet der Verband die rechtliche Absicherung der Glasfaserverlegung bis zum Kunden. So komme es vor, dass Wohnungsgesellschaften ihre Zustimmung zur Verlegung von Glasfaserkabeln in Gebäude verweigerten.
Der Bundesverband Glasfaseranschluss zählt aktuell 19 Mitglieder, darunter Net Cologne aus Köln und M-net aus München und 17 weitere regionale Carrier. [mw]
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