
Das Breitband-Internet soll ausgebaut werden. Zu diesem Zweck hat ein EU-Experte nun vorgeschlagen, das 700-Megahertz-Band bis 2020 für das Breitband-Internet frei zu machen. Terrestrische Fernseh- und Radiosender würden dadurch knapp ein Drittel ihres Frequenz-Spektrums verlieren. Die Idee ist umstritten.
Klassische Fernseh- und Radiosender sollen nach dem Vorschlag eines EU-Experten Frequenzen für Breitband-Internet räumen. Das 700-Megahertz-Band (694 bis 790 MHz) sollte bis etwa 2020 für schnelles Internet freiwerden, regt Pascal Lamy in einem am Montag in Brüssel präsentierten Bericht für die EU-Kommission an. Terrestrische Radio- und Fernsehsender würden damit 30 Prozent ihres derzeitigen Spektrums verlieren. Sie nutzen es inzwischen hauptsächlich für digitalen terrestrischen Empfang.
Details des aktuellen Berichts sind umstritten. Eigentlich hätte eine Expertengruppe gemeinsame Empfehlungen vorlegen sollen. Doch die Mitglieder des von der EU-Kommission berufenen Gremiums konnten sich nicht auf ein Zieldatum und Übergangsregelungen für die Änderungen beim Spektrum einigen. Daher fungiert nur Lamy als Autor des Papiers.
[dpa/cpech]
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