
München – Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook gibt Fehler in der Aufklärung seiner Mitglieder zu.
Facebook-Sprecherin Debbie Frost sagte dem Nachrichtenmagazin Focus: „Wir werden jeden Nutzer zukünftig über Neuerungen unserer AGB benachrichtigen.“
Facebook hatte heimlich seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geändert. Die US-Firma wollte das Nutzungsrecht an allen Mitgliederdaten, selbst wenn ein Nutzer sein Profil gelöscht hatte. Die Änderungen blieben zunächst unbemerkt und erzeugten dann massiven Protest bei den Mitgliedern. Facebook nahm die Änderungen zurück und will nun die strittigen Klauseln verständlicher formulieren.
Für deutsche Datenschützer sind die AGB von Facebook in Deutschland ungültig. „Der Text ist ein unzumutbarer Mix aus schlechtem Deutsch und englischer Rechtssprache. Um hierzulande wirksam zu sein, muss Facebook seine AGB in Deutsch verfassen und inhaltlich anpassen“, sagte der Rechtswissenschaftler Jürgen Taeger von der Universität Oldenburg zu Focus. [fp]
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