
Washington – Forscher von Toshiba haben eine Technologie vorgestellt, mit der sich die Datenkapazität von Festplatten erheblich steigern lassen soll. Möglich werden so rechnerisch Laufwerke mit Dutzenden von Terabyte.
Auf der Konferenz „Magnetism and Magnetic Materials (Intermag)“ stellten Forscher von Toshiba eine neue Technologie vor, um die Speicherfähigkeit von Festplatten erheblich zu vergrößern.
Dabei handelt es sich um das schon seit Jahren diskutierte „Bit Patterned Media“ (BPM), bei denen sich jeder Datenpunkt gezielt ansteuern lässt. Möglich gemacht werden soll das durch neue Köpfe, die den GMR-Effekt durch Nanomaterialien stärker nutzbar machen.
Danach konnte Toshiba mit beiden Verfahren bereits Datendichten von 2,5 Terabit pro Quadratzoll erreichen und plant bis zu 5 Terabit. Üblich sind mit heutigen Produkten rund 500 Gigabit pro Quadratzoll. Mit einer Verfünffachung bei 2,5 Terabit ergäben sich so 3,5-Zoll-Laufwerke von bis zu 14 Terabyte und 2,5-Zoll-Geräte mit 3,2 Terabyte.
Auch die dazugehörige Nano Contact Magneto-Resistive (NCMR)-Technologie für die Schreib-Lese-Köpfe konnten die Forscher schon vorweisen. NCMR-Köpfe können nach dem bisherigen Forschungsstand mit Plattern arbeiten, die 2 bis 5 Terabit pro Quadratzoll aufweisen.
Mit der neuen Technologie könnten Notebook-Festplatten mit einer Kapazität von etwa 3,2 Terabyte Speicherplatz hergestellt werden. Bei Desktop-Rechnern wären demnach sogar 14 Terrabyte möglich. Auch für Festplatten in Blu-ray-Rekordern ist diese Entwicklung interessant, da HDTV-Filme erheblich mehr Speicherplatz benötigen als herkömmliche Filme in SDTV.
Bis zur Serienreife dieser Technologie könnten aber noch einige Jahre vergehen, bremsten die Forscher allzu kühne Erwartungen. [mw]
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