
Die Schlagworte „Ultra HD“ und „4K“ sind vielen Konsumenten nach wie vor unbekannt. Dies besagt eine aktuelle Studie aus den USA. Viele potenzielle Kunden werden zudem noch von den hohen Preisen für die entsprechenden Fernsehgeräte abgeschreckt.
Ultra-HD-Fernseher sind seit Monaten die „Stars“ der großen TV-Hersteller auf Messen und anderen Veranstaltungen. Doch während immer mehr Modelle mit der neuen Display-Technologie auf den Markt kommen, die eine Auflösung von bis zu 3840 × 2160 Bildpunkten bieten, sind die Schlagworte „Ultra HD“ und „4K“ vielen potenziellen Kunden offenbar nach wie vor unbekannt, wie eine aktuelle, in den USA durchgeführte Studie des Marktforschers TDG Research nahelegt.
In 1500 durchgeführten Interviews gaben demnach 83 Prozent der Befragten an, mit den Begriffen „Ultra HD“ und „4K“ nichts anfangen zu können. Dies schränkt natürlich die potenzielle Zielgruppe derer, die sich gezielt für ein entsprechendes Fernsehgerät interessieren, erheblich ein. Unter den Kunden, die mit der neuen Ultra-HD-Technologie bereits vertraut sind, zeigte sich wiederum, dass viele die derzeitigen Preise für UHD-Geräte noch zu hoch finden.
Nur 3,4 Prozent derer, die mit 4K-TVs vertraut sind, gaben an, dass sie sich ein entsprechendes Gerät für einen Preis von maximal 999 US-Dollar definitiv kaufen würden. Zumindest mittelmäßig interessiert wären 8,9 Prozent. Weitere 10,5 Prozent gaben an, dass sie ein wenig interessiert seien. Nimmt man hingegen die Preisklasse von maximal 1999 US-Dollar als Kategorie, gaben nur 1,3 Prozent der Befragten an, ein großes Interesse am Kauf eines entsprechenden Gerätes zu haben. 1,9 Prozent signalisierten ein mittleres Interesse und 4,9 Prozent zumindest ein geringes Interesse.
Natürlich können die Ergebnisse einer Studie aus den USA nicht ohne weiteres auf den deutschen Markt übertragen werden. Tatsächlich fallen diese aber wenig überraschend aus. So wird auch von Analysten allgemein angenommen, dass Ultra-HD noch einige Jahre brauchen wird, bevor es im Massenmarkt ankommt. Die Nachfrage nach entsprechenden Geräten dürfte dabei vor allem der Preis regeln, aber auch der verfügbare Content. Ernüchternd dürfte für die Hersteller allerdings die Erkenntnis sein, dass sich viele Konsumenten offenbar bereits an die in den vergangenen Jahre stark gesunkenen Preise für Flachbild-Fernseher gewöhnt haben. Nur wenige scheinen bereit zu sein, mehr als 1000 Dollar für ein Premium-Gerät auszugeben. [ps]
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