
Die Zukunft des Fernsehens wird sich zu einer flexiblen, verbraucherorientierten Mischung aus Live-TV, Streaming und innovativen Technologien entwickeln.
Der Streaming-Dienstleister TiVo, dessen Betriebssystem TiVo OS zum Beispiel im Sharp-Fernsehern integriert ist, hat eine Verbraucherstudie veröffentlicht, die das Fernseh-Verhalten in deutschen Haushalten untersucht. Demnach bleibt der Fernseher weiterhin auf Platz eins, wenn es um das Schauen von TV-Sendungen und Filmen geht. Streaming macht dabei einen immer größer werdenden Teil aus. Mit der zunehmenden Nutzung unterschiedlicher Videodienste steigt auch die Nachfrage nach TV-Betriebssystemen und Medienplattformen, die alles aus einer Hand bieten, mit personalisierten Unterhaltungsempfehlungen und innovativen Smart-TV-Funktionen.

TV bleibt dominierend für Bewegtbildinhalte
Jederzeit das schauen, was man möchte, ist mit On-Demand-Inhalten via Streaming möglich. Und das spielt für die Menschen in Deutschland eine immer größere Rolle. So wird der Großteil der TV-Sendungen und Filme (78 Prozent) auf einem TV-Bildschirm konsumiert, wovon 40 Prozent des Konsums auf Streaming zurückzuführen ist. 40 Prozent der Smart-TV-Nutzer konsumieren täglich Videos auf dem TV-Bildschirm, 28 Prozent davon mehr als 2 Stunden pro Tag. 29 Prozent nutzen hierfür die Apps auf ihrem Smart-TV, während lediglich 14 Prozent über externe Streaming-Geräte Inhalte konsumieren. Dabei sind öffentlich-rechtliche TV-Sender wie ARD und ZDF oder private wie RTL die wichtigste Videoquelle (47 Prozent) dicht gefolgt von Subscription Video on Demand Diensten (SVOD) wie Netflix, Amazon Prime und Disney+, die ein kostenpflichtiges Abonnement erfordern (28 Prozent).
Smart-TV-Funktionen tragen zur Kaufentscheidung bei
Welche Bedeutung der Fernseher in den Haushalten in Deutschland hat, zeigt sich auch daran, dass 92 Prozent der Befragten einen Smart-TV als ihr primäres Gerät nutzen. Bei einem Neukauf achten 52 Prozent der Verbraucher auf die Smart TV-Marke als wichtigstes Entscheidungskriterium, 38 Prozent entscheiden sich zuerst für ein Betriebssystem und wählen dann ein passendes Smart-TV-Modell. Ein Viertel der Befragten würde für einen integrierten AVOD-Aggregator (werbegestützte Inhalte auf einer integrierten Plattform) eine bislang unbekannte oder weniger bevorzugte Marke in Betracht ziehen, während das für 26 Prozent zugunsten von 4K/UltraHD der Fall wäre.
Während Markentreue eine Rolle spielt, sind Verbraucher offen für alternative Plattformen, wenn diese mit überzeugenden Funktionen punkten. So können sich Smart-TV-Hersteller mit einer Kombination aus hochwertiger Bild- und Soundqualität sowie innovativen Content-Integrationen klar im Wettbewerb differenzieren, sind sich die Macher der Studie sicher.

Diese technologischen Features helfen bei Kaufentscheidungen
AVOD-Content-Aggregatoren (55 Prozent)
4K/UltraHD-Auflösung (55 Prozent)
immersive Audioqualität (53 Prozent)
integrierte Apps (46 Prozent)
Komplexität und plattformübergreifende Angebote brauchen Sortierung
Mit der Zunahme des Streaming-Angebots wächst auch die Komplexität im Handling der zahlreichen Plattformen auf dem Smart-TV. Das zeigt auch ein weiterer Report, der im zweiten Quartal 2024 erschienene deutsche TiVo Video Report: So nutzen die Befragten durchschnittlich 4,5 Videodienste – davon 2,5 kostenpflichtig (Pay-TV, SVOD, TVOD) und zwei kostenlos (AVOD, FAST, Social Video). 59 Prozent der Befragten nutzen sogar mehrere Apps oder Dienste pro Fernsehsession, was von mehr als einem Drittel als umständlich empfunden wird (37 Prozent).

Hier zeichnet sich klares Verbesserungspotential für ein plattformübergreifendes, nutzerfreundlicheres Angebot ab. Und auch personalisierte Unterhaltungsempfehlungen spielen bei aller Komplexität eine große Rolle: So sind 41 Prozent der Menschen in Deutschland bereit, persönliche Nutzungsdaten zugunsten personalisierter Inhalte und Empfehlungen zu teilen.
Die TiVo Smart-TV-Studie wurde von Xperi mit dem Marktforschungsinstitut Dynata erhoben. Hierfür wurden im August 2024 insgesamt 994 Personen über 18 Jahre befragt, die mindestens wenige Videos auf dem TV schauen.
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Bildquelle:
- Sharp Tivo OS2: Sharp