
Leipzig – Auch der Kabelnetzbetreiber Unitymedia erwägt in Zukunft den CI Standard „CI Plus“ zu unterstützen, damit die Sendepakete nicht nur mit den eigenen Set-Top-Boxen nutzbar sind.
Am Donnerstag hatten Geräteindustrie und der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland eine Einigung im Streit um die Kompatibilität von „fremden“ CI-Receiveren zu den Digitalangeboten im Kabelnetz beigelegt.
In Zukunft soll mit dem so genannten „CI Plus“-Standard gewährleistet sein, dass jeder herkömmliche und dementsprechend ausgestattete Digitalreceiver mit CI-Plus-Schnittstelle für die Angebote des Kabelnetzbetreibers genutzt werden kann (DF berichtete).
Wie eine Unitymedia-Sprechering gegenüber DIGITAL FERNSEHEN mitteilte, erwägt man auch hier den Einsatz dieser Technologie. „Der Stand sieht momentan so aus, dass auch Unitymedia die CI Plus Schnittstelle evaluiert. Wir prüfen insbesondere, ob damit die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Inhalteanbietern eingehalten werden können“, so die Sprecherin zu DF.
„Einen Zeitplan zur Einführung gibt es noch nicht, wir befinden uns aber in Gesprächen mit den Herstellern zur Klärung der offenen Punkte. Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt diesbezüglich nicht sagen“, heißt es weiter aus der Unitymedia-Zentrale.
Auch wenn der neue Standard mit Jugend- und Kopierschutz einige für den Endkunden nachteilige Einschränkungen mit sich bringt, ist eine Öffnung auf unabhängige Receiverplattformen der richtige Weg. [fp]
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