
Leipzig – Ab sofort stellt Sony seinen ersten auf OLED-Technologie basierenden Fernseher in die Regale.
Bevor Sie jetzt mit freudigen Erwartungen die Händlerregale plündern, erfolgt zunächst eine kleine, große Enttäuschung: Mit einem Verkaufspreis von 4299 Euro vergibt Sony die Chance, die neue Bildtechnologie hierzulande salonfähig zu machen. In den USA und Japan ist der 11-Zoll (rund 28 Zentimeter) kleine Mini-Fernseher bereits seit einem Jahr erhältlich und kostet umgerechnet nur die Hälfte.
Der Preispolitik ungeachtet stellt der XEL-1 getaufte OLED-TV ein technisches Meisterstück dar. Bei einer Bautiefe von knapp drei Millimeter erzeugt das Display kontraststarke Aufnahmen mit exzellenten Schwarzwerten, von denen man bislang nur Träumen durfte.
Die Auflösung ist mit 960×540 Bildpunkten zwar deutlich unterhalb der HD-Vorgaben doch angesichts der kleinen Bildfläche wirken Bilder jederzeit scharf. Neben einem DVB-T-Empfänger stellt Sony dem „Hosentaschenfernseher“ auch einen HD-fähigen Kabeltuner zur Seite. Einzige Ungewissheit herrscht bei der zu erwartenden Lebensdauer.
Langzeittests der japanischen und amerikanischen Displays ergaben, dass sich bereits nach 1000 Betriebsstunden die Farbbalance des Displays verändert. Der Einstieg ins OLED-Zeitalter könnte demnach nicht nur teuer, sondern zudem reichlich kurzweilig ausfallen. [mg]
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