
Frankfurt am Main – Die aktuellen Marktzahlen belegen: HDTV zieht in die deutschen Wohnzimmer ein.
Mehr als 17 Millionen TV-Haushalte verfügen schon heute über ein HDTV-fähiges Fernsehgerät, berichtet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI).
Parallel dazu wachse das Angebot an hochauflösendem Programminhalt. Im ersten Quartal 2010 werden bereits 17 Fernsehsender HDTV-Inhalte anbieten – frei empfangbare Angebote ebenso wie kostenpflichtige. Der ZVEI empfiehlt daher den Verbrauchern, bei der Anschaffung neuer Fernsehgeräte immer auch auf das „HD ready“-Logo zu achten, da diese Geräte bei der digitalen Ausstrahlung mögliche bessere Bildqualität umsetzen können.
„Hochauflösendes Fernsehen bietet Entwicklungspotenzial für den gesamten Digitalisierungsprozess, da die Zuschauer die neue HDTV-Qualität als echten Mehrwert erleben. Die Aussicht auf eine attraktive Vielfalt an HDTV-Programmen, ob frei empfangbar oder verschlüsselt, wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach digitalen HDTV-fähigen Empfangsgeräten und damit auch auf den Handel aus“, sagt der ZVEI.
Die Verbraucher werden laut ZVEI in den nächsten Monaten verstärkt in Set-Top-Boxen oder iDTVs (Fernsehgerät mit integriertem digitalen Empfangsteil) investieren. Dies sei aus den aktuellen Zahlen erahnbar. Der Anteil von HDTV-Receivern steige sprunghaft an: Seit der Markteinführung wurden knapp 900 000 HDTV-Boxen in Deutschland verkauft, sagt der Verband und bezieht sich dabei auf die Zahlen der Gesellschaft für Unterhaltungs-und Kommunikationselektronik (GfU).
In den ersten neun Monaten 2009 waren es alleine 344 000 Set-Top-Boxen für Satellitenempfang und 53 000 für die Übertragung via Kabel (DF berichtete). Der Trend gehe jedoch deutlich in Richtung integrierter TV-Geräte, die von den Kunden insbesondere für ihren Komfort durch „Plug ’n Play“-Installationen geschätzt werden. Seit Markteinführung im Jahr 2008 wurden laut ZVEI rund 1,6 Millionen Stück abgesetzt. [mth]
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