
Köln – VPRT-Präsident Jürgen Doetz hat die Drei-Stufen-Tests kritisiert. Seiner Ansicht nach bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück.
„Auch wenn Ernsthaftigkeit und guter Wille der Gremien bei der Durchführung der Tests klar zu erkennen sind, zeigt das Resultat neben ein wenig Licht leider auch viel Schatten“, kritisierte Doetz auf dem Medienforum NRW die vor Kurzem abgeschlossenen Tests bei der ARD. Die Ergebnisse bleiben nach Ansicht des VPRT-Präsidenten deutlich hinter den Erwartungen zurück.
So würden auch die Hauptkritikpunkte des VPRT bestehen bleiben. Dazu zählt der Verband Defizite bei den Angebots- und Kostenbeschreibungen, fehlende Ausgewogenheit zwischen gesellschaftlichem Mehrwert und Marktauswirkungen und die fehlende eigenständige Überprüfung von Mediatheken oder Themenportalen. „Auch überschreiten die Verweildauerkonzepte die staatsvertraglichen Vorgaben deutlich“, so die Mitteilung des VPRT.
Bei aller Kritik lobte Verbandspräsident Doetz dennoch die Auseinandersetzung der Gremien mit den Konzepten und Telemedienangeboten: „Die umfangreichen, detaillierten Beschlüsse der ersten, jetzt abgeschlossenen Drei-Stufen-Tests zeigen jedenfalls, dass viele ARD-Rundfunkräte und der ZDF-Fernsehrat sich den Verfahren sehr umfassend gewidmet haben – letzterer zusätzlich auch mit dem Bemühen um mehr Transparenz. Das ist nicht selbstverständlich und wir beurteilen das außerordentlich positiv.“[cg]
Bildquelle:
- Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com