
Berlin – Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hat den Entwurf zum sogenannten Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) begrüßt, dem die Regierungschefs der Länder zugestimmt haben.
„Die Länder beschreiten mit dem System der freiwilligen Kennzeichnung und der Stärkung der Selbstkontrolle den richtigen Weg“, so VPRT-Präsident Jürgen Doetz in Berlin. Der Entwurf des JMStV soll nun nach Vorunterrichtung der Länderparlamente im Juni von den Ministerpräsidenten unterzeichnet werden.
„Der Staatsvertrag muss als Gesamtregelungswerk die bekannten TV-Jugendschutzmodelle mit den neuen Möglichkeiten des Internets kombinieren“, fordert Doetz. „Die freiwillige Kennzeichnung durch die Anbieter verbunden mit der Entwicklung eines praktikablen Klassifizierungssystems im Onlinebereich durch die FSM folgt angesichts der Dynamik des Mediums und der Masse an Inhalten einem richtigen Ansatz.“ Die Inhalteanbieter würden mit der Kennzeichnung ihren Teil der Verantwortung erfüllen, so Doetz abschließend.
Der VPRT ist eigenen Angaben zufolge Mitglied der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), der Selbstkontrolleinrichtung von Medienverbänden und Unternehmen der Onlinewirtschaft. Die FSM wurde 2005 von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle anerkannt. [ar]
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