
Paris – Taktisches Geplänkel oder handfeste Absichten? Der französische Medienkonzern Vivendi hält sich den Einstieg in den deutschen Pay-TV-Markt bei Premiere weiterhin offen. So könnte es zu einem Showdown mit Rupert Murdoch kommen.
Wenn sich die Möglichkeit ergebe, sehe man sich Premiere genauer an, bestätigte der Leiter von Vivendis Pay-TV-Tochter Canal Plus, Bertrand Meheut laut „Financial Times Deutschland“ (FTD). Und auch Vivendi-CEO Jean-Bernard Levy erneuerte seine Absichtserklärung. So sei es legitim, dass sich sein Unternehmen bei seinen Nachbarn umschaue, erklärte Levy in einem Artikel des Wirtschaftblatts.
Bereits im vergangenen Monat hatte Levy sich wenig beeindruckt von dem Blitzeinkauf Murdochs bei Premiere gezeigt und den deutschen Abosender recht eindeutig als „natürliches potenzielles Ziel“ bezeichnet (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Und auch jetzt, nachdem Murdoch seinen Anteil auf knapp 20 Prozent aufgestockt hatte, zeigt Levy weiter Stärke. Ob den großen Worten auch Taten folgen wird sich zeigen müssen. [lf]
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