
Berlin – Die europäische Verbundgruppe Euronics International für den Markt der Unterhaltungselektronik hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro erzielt.
Während der europäische Gesamtmarkt im vergangenen Jahr ein Minus von fünf Prozent verzeichnet habe, schloß die Kooperation das Geschäftsjahr 2008 mit einem Wachstum von 14,3 Prozent ab, teilt Euronics heute mit. Die Mitglieder von Europas größter Verbundgruppe seien bis jetzt unterschiedlich stark von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen.
Während die Umsatzentwicklung 2009 in Deutschland, Frankreich oder Italien teilweise sogar leicht über Vorjahresniveau liege, würden beispielsweise Spanien, Großbritannien und einige osteuropäische Mitglieder deutliche Einbrüche verzeichnen.
Spanien erzielte laut der aktuellen GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) -Zahlen für den CE-Markt im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zu 2008 einen Rückgang von 15 Prozent; auch Großbritannien lag im selben Zeitraum mit etwa 17 Prozent im Minus. „Eine Hauptursache für die Umsatzeinbußen bei unseren Mitgliedern wird auch in vielen Fällen der massive Preisverfall sein, nicht aber ein Einbruch bei der Nachfrage“, so der Geschäftsführer von Euronics International, Klaus Lahrmann. In Großbritannien hatten darüber hinaus starke Wechselkursschwankungen zu dem starken Minus beigetragen.
Unabhängig von der weltweiten Finanzkrise bleibe der europäische Markt für Consumer Electronics und Haustechnik geprägt von einem intensiven Wettbewerb mit hohem Druck auf Preise und Margen. 2009 werde der gesamte europäische CE Markt deutliche Umsatzeinbußen verkraften müssen. „Euronics International ist angesichts der weltweiten Krise gut aufgestellt, muss 2009 aber ebenfalls mit insgesamt sinkenden Umsatzzahlen rechnen. Wir gehen optimistisch in das entscheidende Jahresendgeschäft und werden unsere führende Marktposition in Europa behaupten“, so Euronics-Präsident Werner Winkelmann.
Mittlerweile ist Euronics International eigenen Angaben zufolge in 29 Ländern an über 11 300 Standorten aktiv. In einer Gesamtbetrachtung der Umsätze im europäischen CE-Markt würden sich derzeit Filialisten und Verbundgruppen mit einem Volumen von jeweils 34,6 Milliarden Euro gegenüberstehen.
Hauptgeschäftsfelder von Euronics International entsprechend Umsatzgröße bilden dem Unternehmen zufolge die Bereiche Unterhaltungselektronik mit 3 370 Millionen Euro, Haustechnik (Groß- und Kleingeräte) mit 3 844 Millionen Euro sowie PC/Multimedia mit 736 Millionen Euro.
In diesem Jahr entwickelt Euronics International das erste europäische Vertriebskonzept für die so genannten Exklusivgeräte, teilt das Unternehmen mit. Dabei handele es sich um speziell für Euronics aufgelegte Produkte, die den Händlern ein Alleinstellungsmerkmal in ihren jeweiligen Märkten verschaffen sollen. Euronics-Kunden würden dadurch eine bessere Ausstattung oder ein anspruchsvolleres Design erhalten.
Basis für den künftigen Vertrieb der Exklusivgeräte bei Euronics soll ein mehrstufiges Vertragskonzept bilden: Bestehend aus einem Rahmenvertrag zwischen Euronics International und den Industriepartnern, einem Vertrag zwischen Euronics International und den Länderorganisationen sowie einem Vertrag zwischen der Länderorganisation und deren zugehörigen Händlern.
Um sowohl Fachpublikum als auch Endverbraucher anzusprechen, will sich Euronics in diesem Jahr im Publikumsbereich positionieren. Für Besucher des Messestands stünden Berater zum Thema HDTV zur Verfügung, die Fragen zur aktuellen TV-Empfangstechnik und deren Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen sollen. Darüber hinaus würden IFA-Produkthighlights gezeigt und deren Bezugsmöglichkeiten über das Euronics Händlernetz erläutert. [ar]
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