
Washington – Unliebsame Überraschung für den neuen US-Präsidenten Barack Obama. Er hatte sich für die Verschiebung der für den 17. Februar geplanten Abschaltung der analogen Rundfunk- und TV-Signale in den USA stark gemacht. Das Repräsentantenhaus sah dies anders.
Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch überraschend die geplante Verschiebung der Einführung des digitalen Fernsehens in den Vereinigten Staaten scheitern lassen.
Eine vom US-Senat bereits bestätigte Gesetzesvorlage wurde abgelehnt. Damit bleibt die für den 17. Februar 2009 geplante Abschaltung aller analogen Rundfunksignale in den Vereinigten Staaten in Kraft.
Die Entscheidung ist eine Niederlage für den neuen US-Präsidenten Barack Obama, der sich für eine Verschiebung stark gemacht hatte (DIGITALFERNSEHEN berichtete).
Das Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research hatte im Dezember eine Schätzung vorgelegt, derzufolge 7,8 Millionen Haushalte bislang nicht auf Digital-TV vorbereitet sind; das entspricht 6,8 Prozent aller Fernsehhaushalte in den USA. Empfänger von Kabel- oder Satellitenfernsehen sind nicht betroffen.
Danach hatte die Obama-Administration vorgesehen, die Abschaltung der analogen Signale erst im Juni vornehmen zu lassen. [mg]
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