
Los Angeles – Während die Unterhaltungsindustrie unter der weltweiten Finanzkrise leidet, gibt es auch eine Ausnahme. Das US-Pay-TV konnte trotz Krise sogar noch zulegen.
Wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ berichtet, konnten die großen Bezahlsender wie HBO, Showtime oder Starz ihre Einnahmen gegenüber dem Vorjahr geringfügig erhöhen. An der Spitze steht HBO, der nach einer Analyse von SNL Kagan und Niesen 3,8 Milliarden Dollar Einnahmen bei 2,48 Milliarden Kosten erwirtschaftete. Der Sender hat insgesamt 41 Millionen Abonnenten.
Als Begründung für das gute Ergebnis sagte HBO-Co-Präsident Eric Kessler: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen die Kunden nach Werten. Für den Preis von zwei Kinokarten oder einer DVD erhalten sie bei uns das ganze Angebot von Kinofilmen und extra noch preisgekrönte HBO-Eigenproduktionen.“ Es sei günstiger für Familien, die Filme im Pay-TV zu sehen als ins Kino zu gehen. HBO erwirtschaftete 2009 einen Umsatz pro Kunde von 6,26 Dollar pro Monat, die Konkurrenten Showtime und Starz 1,59 Dollar bzw. 2,03 Dollar je Abonnent.
Nach Ansicht der Pay-TV-Sender kommt den Eigenproduktionen eine immer wichtigere Rolle zu. „Die Tatsache, dass Filme an so vielen Orten verfügbar sind macht sie immer unwichtiger für uns. Niemand weiß wo gerade die großen Spielfilme laufen, aber alle wissen, wo „Weeds“, „Californication“, „The Tudors“ oder „Nurse Jackie“ zu finden sind.“
Neben den Erfolgen der Serien dürfe man aber nicht vergessen, dass sich ebenso viele Kunden wegen Dokumentationen und Sport für Pay-TV entschieden, sagte der zweite HBO-Co-Präsident Richard Plepler. [mw]
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