
Köln – Zu Beginn des 22. Medienforums NRW haben die Fernsehmacher das deutsche TV-Programm gelobt – die Qualität sei im internationalen Vergleich hoch und das Angebot besser als sein Ruf.
Die RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt und der ZDF-Intendant Markus Schächter haben das deutsche Fernsehen beim Medienforum NRW gelobt. Der hiesige TV-Markt gehöre im weltweiten Vergleich zu den „qualitätsvollsten“ und zeichne sich durch eine besondere Vielfalt aus, zitiert die Nachrichtenagentur „dpa“ Schäferkordt.
Das ZDF investiere jedes Jahr 1,2 Milliarden Euro in die Kategorien Nachrichten, Doku und Fiktion und biete beste „europäische Klasse“, lobte auch ZDF-Intendant Schächter das eigene Programm. Schäferkordt plädierte dafür, die Qualitätsdebatte dürfe nicht auf kulturkritische Ansätze verkürzt werden. Schließlich gehe es auch um handwerkliche Qualität, um Relevanz und am Ende auch um Erfolg. „Wir machen Fernsehen für die breite Zuschauerschaft, nicht fürsFeuilleton“, brachte Schäferkordt ihre Philosophie auf den Punkt.
Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien (LfM), die das Medienforum veranstaltet, betonte, Fernsehen sei nicht „trivial“ oder „unterschichtig“. Der Fernsehkonsum werde weiter steigen und das Fernsehen bleibe damit ein Leitmedium. Nach Ansicht Schneiders wird es ein „Massenmedium nicht nur für die Blöden“ bleiben. Das Fernsehprogramm sei nicht schlechter als früher, es gebe nur mehr Angebote, betonte Schneider. „Das neue Problem heißt Überfluss“, so der LfM-Chef. [cg]
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