
Leipzig – Die am Mittwoch abberufenen drei Geschäftsführer Michael Buhl, Michael Dorn sowie Dietmar Schickel sind weiter in ihren Aufgabengebieten tätig – die Abberufung scheint ein strategischer Schachzug der Investoren zu sein.
Nach DF vorliegenden Informationen scheint die Abberufung der drei Tele-Columbus-Geschäftsführer ein strategischer Schachzug der Shareholder zu sein, um ihre Position gegenüber den kreditgebenden Banken zu stärken. Wie aus Unternehmenskreisen gegenüber DF bekannt gegeben wurde, arbeiten Buhl, Dorn und Schickel weiter in ihren Aufgabenbereichen des Unternehmens.
Die Geschäftsführung hatte nach DF-Recherchen in den vergangenen Monaten ein Sanierungskonzept für den angeschlagenen Kabelnetzbetreiber erarbeitet. Obwohl man operativ positiv arbeitet, drücken die Schulden aus der Übernahme mehrerer kleinerer Betreiber. Ein Schuldenberg von 950 Mio. Euro hat sich aufgetürmt und soll abgetragen werden.
Das Konzept sieht ein Weiterbestehen des Unternehmens vor – jedoch ohne die derzeitigen Gesellschafter. Während die Banken diese Sanierung positiv begleiten würden, wollen die Investoren weiter an Bord bleiben. Um ihre Verhandlungsposition zu stärken, wurden von Investorenseite nun Scott Lanphere und Robert E. Fowler III als Geschäftsführer der Tele Columbus GmbH bestellt (DF berichtete). [fp]
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