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Der SWR befindet sich seit fünf Jahren in einem Umbauprozess. Dieser trägt laut dem jetzt vom Sender zu prüfenden Rechnungshofbericht erste Früchte und soll bis 2020 Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe bringen.
Im Jahr 2010 begann der Südwestrundfunk (SWR) einen umfangreichen Einspar- und Umbauprozess. Das dritte Programm war in eine finanzielle Schieflage geraten und musste mehrere Eigenproduktionen einstellen. Die Rechnungshöfe Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich in ihren Untersuchungen für die Jahre 2006 bis 2012 auch mit diesem Thema befasst und am Freitag ihren Bericht dazu veröffentlicht. Der SWR will diesen nun prüfen und blickt wieder optimistisch in die Zukunft.
So seien bereits viele der Empfehlungen, die die Rechnungshöfe bezüglich einer Umstrukturierung gemacht haben, in die Tat umgesetzt worden. Unter anderem seien die Regionalstudios reformiert und die Chefredaktion von früher zwei auf nur noch einen Fernsehchefredakteur reduziert worden. „Nach Auffassung der Rechnungshöfe gehen die Maßnahmen in die richtigen Richtung“, erklärte Jan Büttner, Verwaltungsdirektor des SWR.
Insgesamt soll der Prozess Einsparungen von 166 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 bringen. Der Rechnungshofbericht soll nun von den Gremien und im September vom Verwaltungsrat geprüft werden. Eine abschließende Stellungnahme wird es erst Mitte Oktober geben. [buhl]
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