
El Segundo, Kalifornien – Derzeit sind in lediglich 3,6 Prozent aller PCs Blu-ray-Laufwerke verbaut – bis 2013 sollen es 16,3 Prozent sein, prognostiziert das Marktforschungsinstitut iSuppli.
In letzter Zeit sind die Verkäufe von Blu-ray-Playern für den Endkunden stark gestiegen. Auch sind die Preise für Blu-ray-Titel deutlich gesunken. Auch existiert ein immer größeres Angebot für hochauflösende Filme. Dennoch gibt es immer noch sehr wenig Computer, die Blu-rays abspielen können. Zu diesem Schluss kommt das kalifornische Analystenunternehmen iSuppli.
Auch würden Blu-rays nach 2013 beim Abspielen auf dem PC keine DVDs ersetzen, vermutet der iSuppli-Analyst Michael Yang. Für die blauen Scheiben auf dem Personal Computer sagt Yang für die Zukunft nur einen möglichen Erfolg voraus. In den kommenden fünf Jahren jedoch seien Blu-ray-Laufwerke im PC-Segment nach wie vor nur spärlich vertreten.
Als Gründe nennt der Analyst vor allem die Kosten. Da die Blu-ray-Laufwerke immer noch preisintensiv seien, würden die Konsumenten vor einem Kauf zurückscheuen. Obwohl die Filmstudios wöchentlich mehrere Titel auf den Markt bringen würden, nennt Yang ebenso das Fehlen einer Film-Bibliothek als Grund, warum Konsumenten sich nicht für ein anderes Laufwerk in ihren PCs entscheiden würden. Ebenso sei es für den Endkunden wichtig zu wissen, dass die Technologie einfach zu handhaben sei. Das habe die Erfahrung bei PC-Speichermedien gezeigt.
„Es ist unbestritten, dass die Blu-ray eine höhere Auflösung, bessere Klangqualität und eine höhere Speicherkapazität liefern“, sagt Yang. „Dennoch haben diese Vorzüge wenig oder keinen Wert, wenn der Zuschauer den Inhalt auf einem kleinen Desktop oder Laptop-Bildschirm ansieht und schlechte Boxen verwendet“. [ar]
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