
Darmstadt – Rechtzeitig zur IFA erschien kürzlich die Delphi-Studie „Fernsehen 2012 – strategische Zukunftsperspektiven“. Sie beschäftigt sich mit der mittelfristigen Zukunft des Fernsehens und wurde von der Mediarise GmbH durchgeführt.
Für die Studie wurden rund 120 Tiefeninterviews mit Entscheidern aus den Bereichen Content-Produktion, Sender, Portale, Programm-Empfehlung, Werbung, Netzbetreiber und Endgerätehersteller geführt, berichtet die Mediarise GmbH. Ralf Becker, einer der Autoren, weist darauf hin, dass dem Fernsehen keine Revolution bevorsteht. Er vermutet, dass im Jahr 2012 noch 70 Prozent der Nutzung noch klassisch lineares Fernsehen sein werde.
Nach Einschätzung der Autoren werde es mittelfristig sowohl zu einer Konsolidierung in der Produktionslandschaft, als auch zu einer fühlbaren Veränderung der Programminhalte kommen. Diese Veränderung werde, verbunden mit Ärgernis über die kommende Grundverschlüsselung, die Zuschauer zu neuen Nutzungsformen wie Pay-TV oder Video-on-demand motivieren.
Die für Video-on-demand erforderliche internetfähige TV-Ausstattung, Set-Top-Box oder hybride TV-Geräte, wird bis Ende 2012 in 31 Prozent der Haushalte verfügbar sein. IPTV werde von hybriden Geräten verdrängt. [ak]
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