
Hamburg – Laut Spiegel-Online stören sich viele Leute daran, dass die Beschriftung auf DVD-Rücken ständig anders läuft. Es gibt zwar Standards, dass sich niemand daran hält, sei für viele Kunden frustrierend.
Ähnlicher Unmut herrsche bei dem Kauf von Büchern. Obwohl es eine „Rückennorm“ gebe, zu der sich Experten des Deutschen Instituts für Normung (DIN) Gedanken gemacht hätten, halte sich sowohl bei Büchern, als auch bei DVDs niemand daran.
Nach dieser Norm habe man sich entschlossen die Schrift auf dem schmalen Rücken „von oben nach unten“ laufen zu lassen. Begründung: Das sei so „international, besonders im angloamerikanischen Sprachraum vorherrschend“.
Da sich allerdings sowieso niemand danach richte, habe DIN inzwischen aufgegeben – die letzte Neufassung der Buchrückennorm wurde laut Spiegel 2000 zurückgezogen. Seitdem gab es keinen neuen Vereinheitlichungsversuch.
Die Uneinigkeit und die fehlende Norm frustriere ungemein. So beklagt sich ein Spiegel-Online-Leser: „Will man ein ordentliches Regal haben, bei dem alle Beschriftungen in die gleiche Richtung zeigen, muss man beim Rausnehmen die Hälfte der DVDs erst einmal herumdrehen, um sich die Beschreibung auf der Rückseite durchzulesen.“
Der Text auf dem DVD-Rücken laufe nicht nur von Filmstudio zu Filmstudio in verschiedene Richtungen – er wechselt zum Beispiel auch bei verschiedenen DVDs des Studios MGM, mal von unten nach oben („Der Partyschreck“), mal andersrum („Lord of War“), so Spiegel-Online. Die verantwortliche Marketing-Managerin Anne Leonhardi erklärte dem Portal das ganz einfach: „Es gibt keinen Standard zur Beschriftung der DVD-Rücken bei 20th Century Fox Home Entertainment.“[mw]
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