
Sky-Chef Jeremy Darroch sieht Video-On-Demand-Anbieter wie Netflix nicht als Gefahr, sondern als Teil eines wachsenden Marktes, von dem auch Sky profitiert. Mit regional zugeschnittenen Eigenproduktionen will sich der Pay-TV-Riese gegen die Konkurrenz behaupten.
Pay-TV-Anbieter Sky hat beim Thema Fußball möglicherweise keine Konkurrenz. Anders sieht es im Online- und Video-on-Demand-Bereich aus. Netflix, Maxdome und Co. sind längst mehr als Randerscheinungen und vor allem Netflix punktet mittlerweile nicht nur mit Ultra-HD-Inhalten und High Dynamic Range (HDR), sondern auch und vor allem mit hochwertigen Eigenproduktionen wie „House of Cards“. Zudem will Netflix auch regional zugeschnittene Serien produzieren.
Das ist Konkurrenz für das Pay-TV- und Online-Angebot von Sky, die für Sky-Chef Jeremy Darroch jedoch keine wirkliche Gefahr darstellt, wie er der „Süddeutschen“ am Montag mitteilte: „Wir sehen hier einen wachsenden Markt. Veränderte Technologien schaffen möglicherweise Chancen für Wettbewerber, aber sie ermöglichen auch uns neue Potenziale. Viele Menschen, die Netflix abonnieren, sind auch Sky-Kunden; das schließt sich nicht aus.“
Um am Markt zu bestehen, setzt auch Sky in Zukunft auf Eigenproduktionen mit regionaler Färbung. In Deutschland entsteht etwa in Zusammenarbeit mit der ARD die Serie „Babylon Berlin“ von Tom Tykwer. Zudem denke man „darüber nach, wie wir Eigenproduktionen ausbauen können.“ Auch wenn Netflix ausdrücklich keine Gefahr darstellt, bemüht sich Sky sichtlich, die Gefahr frühzeitig zu bekämpfen. [chp]
Bildquelle:
- Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com