
Sky Deutschland könnte sich nach der Übernahme durch Sky Großbritannien schon bald von der Börse verabschieden. Mittlerweile halten die Briten mehr als 95 Prozent der Aktienanteile ihrer deutschen Tochter und könnten so die Minderheitsaktionäre hinausdrängen.
Im November 2014 hatte das britische Unternehmen BSkyB, das mittlerweile nur noch unter dem Namen Sky auftritt, den deutschen Pay-TV-Anbieter Sky geschluckt. Zunächst hatten die Briten dabei 87 Prozent der Aktienanteile übernommen. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen jedoch kontinuierlich mehr Aktien von Sky Deutschland eingesammelt, sodass die Wertpapiere des Pay-TV-Anbieters wegen des geringen Streubesitzes bereits im Dezember aus dem MDAX geflogen waren.
Mittlerweile halten die Briten sogar mehr als 95 Prozent der Anteile an der deutschen Sky-Tochter und hält nun mehr als 95 Prozent der Anteile. Dies könnte bedeuten, dass nun der vollständige Börsenabschied von Sky Deutschland ins Haus steht. Denn bei einem Anteil von mehr als 95 Prozent kann der Mehrheitseigner die Minderheitsaktionäre nach deutschem Aktienrecht gegen eine Zwangsabfindung aus dem Unternehmen herausdrängen.
Geäußert hat sich Sky zu derartigen Plänen bislang nicht. Nach dem Einsammeln von 95 Prozent der Unternehmensanteile wäre eine Komplettübernahme des deutschen Ablegers allerdings der nächste logische Schritt. [ps]
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