
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer schießt scharf – und geht hart mit ARD und ZDF ins Gericht. Insbesondere an der Objektivität der Berichterstattung hat er bei den Öffentlich-Rechtlichen seine Zweifel.
Kritisiert wird viel. Besonders oft stehen die öffentlich-rechtlichen Sender dabei im Schussfeld. Nun hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gegen ARD und ZDF ausgeholt. Im Gespräch mit dem „Spiegel“ übte er heftige Kritik an der Berichterstattung der Sender. Seiner Meinung nach sei diese nicht wirklichkeitsgetreu. „Überspitzt gesagt: Wenn die nicht Livesendungen hätten, dann hätten sie wenige der Lebenswirklichkeit entsprechende Programminhalte“, so Seehofer.
Als Beispiele für unzureichende Berichterstattung bei den Öffentlich-Rechtlichen zieht Seehofer dem „Spiegel“ gegenüber die Silvesternacht von Köln heran, als ARD und ZDF die Ereignisse erst viel zu spät auf der Themenagenda hatten. In der ZDF-Entschuldigung für die Verspätung der Berichte sieht der bayerische Ministerpräsident seine Meinung bestätigt. Auch die Flüchtlingskrise wird seiner Meinung nach bei den Öffentlich-Rechtlichen nicht korrekt abgebildet: „Zum Teil gab es eine Berichterstattung, die wenig mit der Realität zu tun hatte“. so Seehofer. Ein großes Versäumnis sieht er dabei bei ARD und ZDF in der Objektivität, die er bei beiden nicht gewahrt sieht: „Für mich ist viel zu häufig die persönliche Überzeugung der Autoren der Maßstab für die Berichterstattung.“[kw]
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