
War es das nun für die „Verdachtsfälle“ und Konsorten? RTL hat angekündigt in Zukunft nicht mehr auf Scripted-Reality-Formate zu setzen.
Serien wie „Mitten im Leben“ oder „Die Trovatos“ prägten eine RTL-Daytime-Ära, wie es zuvor schon Talk- und Gerichts-Shows taten. Vielleicht waren sie sogar noch erfolgreicher. Einst ist aber sicher: Den geneigten TV-Enthusiasten nervt die Omnipräsenz des Formats. RTL wendet sich nun ab vom einstigen Lieblings-Genre.
Wohl auch aufgrund von sinkenden Marktanteilen kündigte der Sender nun für Herbst eine komplette Restrukturierung des Nachmittags-Programms an. Ausgegebenes Ziel dabei ist es, wieder über die 14-Prozent-Hürde zu kommen.
Anstatt auf billige Produktionen mit – gelinde gesagt – Laiendarstellern zu setzen, werden dann eher Themen wie Liebe, Familie und Erziehung in den Fokus gerückt werden, wie Daytime-Chef Thorsten Gießelmann gegenüber „dwdl“ bestätigte.
Das hört sich zumindest teilweise nach Telenovelas und Co an. Sarkastisch ausgedrückt: Ein weiteres Lieblings-Format aller Fernseh-Freaks. [bey]
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