
Der deutsch Sportkanal DSF will in der Schweiz den Kabelnetzbetreiberin Cablecom anzeigen und fordert eine Untersuchung.
„Beim Vorgehen der Cablecom handelt es sich um eine geplante Aktion zur Gewinnmaximierung“, sagt der Schweizer DSF-Anwalt Georg Gremmelspacher gegenüber der Zeitung „Sonntag“. „Cablecom versucht, die DSF-Fans zu ihrem Digitalangebot zu locken.“
Patrik Ducrey, stellvertretender Direktor vom Weko, bestätigt den Eingang des Schreibens: „Wir werden es wie jedes andere auch prüfen.“ Grund für die Beschwerde aus Deutschland ist ein Beschluss des Schweizer Bundesamtes für Kommunikation, wonach das DSF ab 1. Juli im analogen Netz dem neuen Schweizer Sportfernsehen (SSF) weichen muss. Danach ist DSF nur noch digital empfangbar.
Die Cablecom hatte den Bescheid nicht beanstandet um womöglich einen anderen Kanal aus dem analogen Angebot zu werfen. Laut Cablecom-Sprecher Hans-Peter Nehmer hätten andere Sender, wie zum Beispiel Eurosport, bei einer Analyse mehr überzeugt als das DSF. [fp]
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