
Remagen – Die Folgen des Sat-1-Umzugs von Berlin zur Konzernzentrale von Pro Sieben Sat 1 nach Unterföhring könnten weiter reichen als bislang bekannt.
Wie das Medienmagazin „journalist“ vom Betriebsrat erfahren hat, gibt es Signale, die darauf hindeuten, dass die Sat-1-Mitarbeiter in München nicht mehr senderbezogen, sondern tätigkeitsbezogen arbeiten sollen.
Sollte es so kommen, blieben zwar die Kernmarken Pro Sieben, Sat 1 und Kabel Eins erhalten, die Inhalte würden aber nicht mehr separat erstellt. Anstatt für einen konkreten Sender würden die Mitarbeiter künftig für die komplette Sektion German Free TV arbeiten. Eine weitgehende Zusammenlegung der Redaktionen wollte Pro Sieben Sat 1 jedoch nicht bestätigen: „Sicher gibt es Bereiche, die man zusammenführen kann, wie vor einigen Monaten bereits das Marketing“, sagte Konzernsprecher Julian Geist. „Wie die neue Struktur genau aussieht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.“
Unklar bleibt auch, wo die Sat-1-Mitarbeiter aus Berlin in Unterföhring untergebracht werden sollen. Im Unternehmen wird erzählt, Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Andreas Bartl glaube, man könne etwas enger zusammenrücken. „Die Kollegen der Verwaltung entwickeln derzeit ein Modell, wie die Häuser aufgeteilt werden, damit Arbeitszusammenhänge besser funktionieren“, konkretisiert Julian Geist gegenüber dem „journalist“. „Dass man auch über Großraumbüros nachdenkt, ist kein Geheimnis.“
Über den Sat-Umzug von Berlin nach Unterföhring berichtete DIGITAL FERNSEHEN ausführlich. [mw]
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