Der Rundfunkbeitrag war erst diese Woche wieder ein heiß diskutiertes Thema, die Schweiz steht kurz vor ihrer Abstimmung. In Großbritannien wurde hingegen relativ geräuschlos eine Anpassung der Gebühren vollzogen.
Ab dem 1. April erhöht sich für die Briten der Beitrag für den dortigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, kurz die BBC. Der neue Jahresbeitrag wird 150,50 Pfund (etwa 171 Euro) betragen, was eine Steigerung von 3,50 Pfund bedeutet. Auch letztes Jahr wurde der Beitrag um 1,50 Pfund angehoben. Von 2010 bis 2017 war er konstant.
Die Steigerung der „Licence Fee“ folgt einer Abmachung der Regierung aus dem letzten Jahr. Für jetzt noch vier Jahre soll bei den Beitragsanpassungen nicht mehr als die Inflation ausgeglichen werden, wie hierzulande zuerst das Branchenblatt „W&V“ berichtete. Mit umgerechnet etwa 14 Euro im Monat liegt der Beitrag in Großbritannien deutlich niedriger als die 17,50 Euro in Deutschland.
Die BBC schlüsselt in ihrer Ankündigung auch auf, wofür das Budget ausgegeben wird. Man betreibt demnach neun nationale TV-Kanäle, zehn nationale sowie 40 lokale Radiosender und mit bbc.co.uk eine der beliebtesten Webseiten des Vereinigten Königreichs.
Lediglich fünf Prozent der Gebühren würden für die Organisation verwendet, die restlichen 95 Prozent für Inhalte. Letztes Jahr finanzierte man zum Beispiel die Serien „Taboo“, „McMafia“, „Strictly“ oder auch die Wimbledon-Übertragungen. [jk]
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