
Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Der häufig kolportierte (ab-)gerundete Betrag von 8 Milliarden Euro verschwindet langsam aber sicher aus dem Rückspiegel. Erst recht, wenn die Gebühr noch einmal erhöht werden sollte.
Die Gesamterträge für ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie die Medienregulierer lagen 2022 bei rund 8,57 Milliarden Euro, wie der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice am Dienstag in Köln mitteilte. 2021 waren es 8,42 Milliarden gewesen, das entspricht nun einem Plus von 1,7 Prozent. Seit 2018 liegt der Beitrag in Folge bei mehr als 8 Milliarden Euro und stieg von Jahr zu Jahr.
Einnahmen aus Rundfunkbeitrag steigen von 8,42 auf 8,57 Milliarden Euro
Als Grund für den erneuten Anstieg führte der Beitragsservice den gestiegenen Rundfunkbeitrag an. Er wurde im Sommer 2021 um 86 Cent auf monatlich 18,36 Euro erhöht. Haushalte und Firmen zahlen den Beitrag, von dem im Wesentlichen der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert wird. Derzeit gibt es vermehrt Ministerpräsidenten, die eine Erhöhung in der nächsten Beitragsperiode, die 2025 beginnt, ablehnen. Die Länder legen die Höhe per Staatsvertrag fest, sie müssen sich aber eng an der Empfehlung einer unabhängigen Finanzkommission orientieren.
Der höchste Anteil der Gesamterträge entfiel auf das ZDF mit rund 2,2 Milliarden Euro. Danach folgen die großen ARD-Häuser Westdeutscher Rundfunk (WDR, rund 1,25 Milliarden Euro), Südwestrundfunk (SWR, rund 1,08 Milliarden Euro) und Norddeutscher Rundfunk (NDR, 1,04 Milliarden Euro). Der niedrigste Betrag entfällt auf das ARD-Haus Radio Bremen mit rund 46,7 Millionen Euro. Der seit Vetternwirtschafts-Vorwürfen im Sommer 2022 krisengebeutelte Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) bekam gut 445 Millionen Euro.
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