
Berlin – Die RTL Group will an den Einnahmen der Gema-Gebühren beteiligt werden und schielt auf die Abgaben von den Herstellern von Festplattenrecordern, CD-Rohlingen und Computern.
Dies erklärte der Chef der RTL-Group, Gerhard Zeiler, auf dem Symposium des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) und der VG Media am Donnerstag in Berlin. Da die Geräte und Rohlinge auch für die Aufzeichnung privater Fernsehsender genutzt werden können, möchten diese nun auch davon profitieren.
Justizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger stand dieser Idee auf dem Podium zwar offen gegenüber, doch auf eine schnelle Beteiligung können die Sender nicht hoffen. So muss erst eine Gesetzesänderung die Abgaben neu regeln und von den anderen Gema-Mitgliedern akzeptiert werden.
Kurios war der Vorschlag vom Vorsitzenden der Monopolkommission, Justus Haucap. Er forderte eine Beteiligung privater Fernseh- und Radiosender an den Rundfunkgebühren. Die Privatsender sehen diesen Vorstoß als unrealistisch an und empfahlen eine Trennung in ausschließlich gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Anstalten und in werbefinanzierte Privatsender. [fp]
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