
Hamburg – Nachdem sich die Quoten der neuen TV-Saion 2009/2010 verschlechtert haben, müssen RTL und Sat 1 bei einigen Formaten die Werbepreise senken.
Die Anpassungen sollen besonders bei Sat 1 deutlich ins Gewicht fallen, berichtet der Branchendienst „Meedia“. Die Senkung der Spotpreise betreffe in erster Linie das Nachmittagsprogramm des Senders. Dieses habe bisher dem Sender die wichtigsten Quoten eingebracht. Dem Branchendienst zufolge soll ein Spot bei „Richterin Salesch“ ab Oktober neun Prozent billiger werden – Werbung bei „Richter Alexander Hold“ 14 Prozent.
Bei RTL seien die Dienstags-Erfolgsserien „Dr. House“ und „CSI: Miami“ von den Einsparungen betroffen. Diese sind zwar weiterhin große Erfolgsgaranten für den Sender, mussten aber im Vergleich zum Vorjahr Zuschauer einbüßen, so „Meedia“. Statt 84 000 beziehungsweise 85 500 Euro (je nach Werbeunterbrechung) soll ein 30-Sekünder bei „Dr. House“ im Jahres-Durchschnitt ab 1. Oktober nur noch zwischen 76 500 und 78 000 Euro kosten. Das bedeute ein Minus von 9 Prozent. Ein Spot bei „CSI: Miami“ soll um 4 Prozent günstiger werden.
Bereits im Mai diesen Jahres verzeichnete die RTL Group aufgrund der Wirtschaftskrise ein Umsatzminus und kündigte ein Sparprogramm an. Zugleich hatte der Sender Einsparungen in allen Geschäftsbereichen in Aussicht gestellt (DF berichtete). Aufgrund der zurückgehenden Werbeerlöse arbeiten die Privatsender an neuen Erlösmodellen über das Internet oder Bezahlangeboten. [mth]
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