
München – Tiersendungen sind bei Kindern sehr beliebt, können jedoch auch gelegentlich auch problematischen Inhalt haben.
Auch wenn manche Sendungen gar nicht speziell für Kinder gemacht sind, können schon die kleinen Zuschauer problemlos folgen. Einfach und anschaulich wird viel Wissenswertes über das Leben der Tiere und den Umgang mit ihnen vermittelt. Die Kamera begleitet einen Pfleger bei seiner täglichen Arbeit im Zoo oder filmt den Arzt, wenn er Hunde und Katzen in seiner Praxis untersucht.
Aber auch in Tiersendungen gibt es Darstellungen, die für Kinder problematisch sein können. So können sie häufig nur schwer nachvollziehen, warum sich Tiere unvermittelt angreifen und verletzen. Sind Operationen deutlich zu sehen oder wird das Sterben besonders dramatisch inszeniert, kann es jungen Zuschauern zu viel werden.
Vor manchen Arten ekeln sich die Kinder auch einfach nur. Gefühle wie Angst oder Trauer können dazu führen, dass sich abschreckende Bilder lange einprägen. Jedes Kind reagiert jedoch ganz unterschiedlich. Daher gilt, wie immer beim Fernsehen: Kinder sollten mit dem Gesehenen am besten nicht alleine gelassen werden. Gespräche helfen dabei, Schreckmomente zu verarbeiten und Verständnisschwierigkeiten zu beseitigen.
Der Flimmo wird von der Programmberatung für Eltern e.V. und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) herausgegeben. Er ist ein Programmleitfaden für Eltern und Erziehende und liefert Einzelbewertungen zu kinderrelevanten Fernsehsendungen und Beiträge zu medienpädagogischen Themen. Neben dem Kinderprogramm werden auch Sendungen besprochen, die sich zwar an Erwachsene richten, aber bei drei- bis 13-jährigen Kindern ebenfalls beliebt sind.
Bewertet wird, wie Kinder mit bestimmten Fernsehinhalten umgehen und welche Verarbeitungsprozesse je nach Alter zu erwarten sind. Der Flimmo liefert aber keine TV-Kritik, sondern betrachtet die Programme aus der Perspektive der Kinder. [ar]
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