
KÖLN -Der Bezahlsender Premiere hat sich auf eine mögliche Übernahmeofferte des US-Medienkonzerns News Corp vorbereitet.
Laut Dow Jones Newswires hat Premiere zwei Investmentbanken beauftragt. „Diese vertreten die Interessen aller Premiere-Aktionäre, sollte News Corp ihren Anteil an dem Sender aufstocken wollen und ein Tender-Angebot für die Minderheitsaktioäre abgeben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Börnicke gegenüber der Nachrichtenagentur.
News Corp hatte in der vergangenen Woche seine Beteiligung an dem Pay-TV-Anbieter mit Sitz in Unterföhring zu einer Sperrminorität ausgebaut und hält nun 25,01 Prozent der Anteile. Er sehe derzeit allerdings keine Anzeichen dafür, dass News Corp seinen Anteil auf 30 Prozent erhöhen wolle, sagte Börnicke weiter.
Börnicke bekundete zudem kein Interesse an einer Übernahme von Sat.1. Zunächst müsse sich Premiere um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, sagte er. Damit sei der Sender für die nächsten zwölf Monate beschäftigt. Es sei daher nicht bedauerlich, dass Sat.1 nicht zum Verkauf stehe. Börnicke hatte zuvor ein mittelfristiges Interesse an Sat.1 bekundet. [fkr]
Bildquelle:
- Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com