
Berlin – Als „Geldverschwendung“ bezeichnete FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen die Tatsache, dass ARD und ZDF 177 Mitarbeiter für Berichterstattungen von der Leichtathletik-EM nach Barcelona entsenden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Deutschen bei solchen Großereignissen jeweils das größte Aufgebot stellen, zitiert die „Bild“ den 50-Jährigen. Immerhin würden Medien, wie etwa die italienische RAI oder die britische BBC nur mit 81 beziehungsweise 49 Mitarbeitern vor Ort sein. „Wenn auf einen deutschen Teilnehmer fast drei Mitarbeiter von ARD und ZDF kommen, dann gibt es aus Sicht der Gebührenzahler dafür nur ein Wort: Geldverschwendung“, sagte Müller-Sönksen.
ARD-Teamleiter Walter Johannsen verteidigte jedoch die Entscheidung: „Die Technik ist auch durch HD aufwendiger geworden. Es werden mehr Menschen gebraucht. Und wir senden von morgens früh bis spät abends.“[mg]
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