
Augsburg – Der Kabelnetzbetreiber Orion Cable GmbH befindet sich nicht in Liquiditätschwierigkeiten. DIGITAL FERNSEHEN hatte selbiges fälschlich gemeldet.
Grund der unzutreffenden Meldung über den nicht vorhandenen Liquiditätsengpass war die nicht korrekte Übersetzung einer Agenturmeldung. Von dieser Aussage distanziert sich DIGITAL FERNSEHEN. Richtig ist, dass Orion Cable über keinen Liquiditätsengpass verfügt.
Derzeit laufen bei Orion Cable Umschichtungsgespräche über die Verbindlichkeiten der Firma. Die Kreditgeber des privaten Kabelnetzbetreibers Orion Cable GmbH haben drei Lenkungsausschüsse gebildet, um die Verbindlichkeiten des Unternehmens umzuschichten und eventuellen Verstößen bei Kreditvereinbarungen zuvorzukommen.
Orion Cable kämpft derzeit gegen eine schwere Last an Verbindlichkeiten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Bankerkreise.
Um dem vorzubeugen, seien drei Lenkungsausschüsse gegründet worden. Beraten werden soll Orion Cable vom Beratungsunternehmen Lazard, das auch einen Informationsplan aufstellen sollen, der es den Kreditgebern erlaubt, die Durchführbarkeit von Geschäftstätigkeiten einzuschätzen.
Die Geschäftsdurchsicht soll innerhalb eines Monats erfolgen und von der Unternehmensberatung Roland Berger abgeschlossen werden. 2007 hat Orion Verbindlichkeiten in Höhe von 1,665 Milliarden Euro in einen Zwischenkredit von 995 Millionen Euro überführt, dem ein „Payment-in-kind“-Kredit von 365 Millionen Euro folgte, berichtet Reuters.
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Orion Cable 67,5 Millionen Euro an die Kabel Deutschland GmbH (KDG) zurückzahlen muss (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
Hinter dieser Summe verbirgt sich eine Kaufpreisrückerstattung im Zusammenhang mit der Akquisition von Kabelnetzen. Kabel Deutschland hatte im Frühjahr einige Tochtergesellschaften von Orion Cable übernommen (DF berichtete ebenfalls). [mg]
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