Die Wettbewerbsbehörde hat grünes Licht für die Neuordnung der österreichischen TV-Landschaft gegeben.
ProSiebenSat.1 darf von der Tele-München Gruppe den Sender ATV kaufen, wie die Behörde am Donnerstagabend in Wien mitteilte. Es seien aber „deutliche Verschärfungen zu den ursprünglich vorgelegten Auflagen“ vereinbart worden, hieß es in der Mitteilung.
Andere Medien hatten Bedenken geäußert. ProSiebenSat.1 betreibt in Österreich bereits den Sender Puls 4. Die Wettbewerbsbehörde verzichtete auf einen Prüfantrag des Kartellgerichts.
Während der öffentlich-rechtliche ORF bei den Marktanteilen trotz der Fusion unangefochten die Nummer eins bleibt, sind die Privatsender nun gemeinsam im Werbemarkt künftig stärker.
ATV-Eigentümer Herbert Kloiber hatte den Sender 2008 erworben und damit Verluste eingefahren. Er hatte den Kauf von ATV einmal als seinen „größten Fehler“ bezeichnet. Durch die Integration und Sanierung soll Puls 4 den Fortbestand von ATV langfristig sichern, hieß es bei der Verkaufsverkündung im Februar. ATV ging 2003 auf Sendung, 2011 folgten ATV2 sowie 2016 ATVsmart. [dpa]
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