
Wien – Auch in Österreich tickt die Uhr für das analoge Fernsehen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird auf digitale TV-Signale umgestellt. Trotzdem sehen erst wenig mehr als die Hälfte digital.
Nur 58 Prozent aller österreichischen Haushalte mit Fernseher haben Ende 2009 bereits digitales Fernsehen empfangen. Das sind lediglich elf Prozent mehr als noch im Jahr davor. Diese Zahlen veröffentlichte die Kommunikationsbehörde Kommaustria und die Regulierungsbehörde RTR im Digitalisierungsbericht 2009.
Besonders gering ist der Digital-TV-Anteil mit 12 Prozent bei den Haushalten mit Kabelanschluss. Relativ weit verbreitet ist der digitale Empfang laut dem Bericht bei TV-Konsumenten mit Satelliten-Empfang. Von ihnen sind bereits die Hälfte umgestiegen. In dieser Gruppe haben mit 23 Prozent auch viele bereits einen HDTV-fähigen Receiver.
Auch der Ausbau des terrestrischen Digital-TV (DVB-T) ist auf dem Vormarsch. Bis Mitte 2011 sollen 96 Prozent der TV-Haushalte mit DVB-T erreichbar sein. Derzeit wird das Angebot jedoch nur von vier Prozent der Haushalte genutzt – zwei Prozent sehen noch analoges Fernsehen über Antenne.
Auch das erst 2008 gestartete Handy-TV (DVB-H) findet wenig Zuspruch. Laut Digitalisierungsbericht schauen bis zu 30 000 Handy-Besitzer über ihr Telefon fern. Offizielle Zahlen geben die Betreiber aber nicht an. [mw]
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