
Es ist kein Aprilscherz, es wäre für Film- und Serienfans wie Ostern und Weihnachten an einem Tag und es ist wohl noch ein sehr langes Stück Zukunftsmusik: Regionale Barrieren sollten nach Ansicht von Netflix-CEO Hastings abgeschafft werden. Damit würde ein viel schwerwiegenderes Problem ganz nebenbei bekämpft.
„Die VPN-Geschichte ist ein kleines Sternchen im Vergleich mit Piraterie. Das eigentliche Problem auf der Welt ist die Piraterie.“ Mit diesem Zitat im britischen Magazin „Independent“ macht sich Reed Hastings, seines Zeichens Netflix-CEO, bei Video-on-Demand-Nutzern, Serienfans und Filmjunkies weltweit beliebt. Geht es nach Hastings, sollte man regionale Beschränkungen besser heute als morgen abschaffen.
Hastings ist davon überzeugt, dass ein bedeutender Teil derjenigen Nutzer, die auf illegale Angebote zurückgreifen, dies hauptsächlich wegen regionaler Restriktionen und nicht wegen des Preises tun. Dieser Teil ist für ihn der „Schlüssel. Und den können wir reparieren. Piraterie ist schwieriger. Die grundsätzliche Lösung für Netflix ist, sein Angebot global anzubieten und die Nutzung von VPNs so überflüssig zu machen.“
Die Worte von Hastings mögen schön klingen, doch dass sein Wunsch in Erfüllung geht, ist zumindest kurzfristig kaum realistisch. Zu undurchsichtig, komplex und unterschiedlich sind die Lizensierungsregeln in den verschiedenen über den Globus verteilten Märkten. Kuriositäten wie die Tatsache, dass die Netflix-Serie „House of Cards“ in Deutschland zuerst auf Sky läuft, sind da noch eher die Regel als die Ausnahme. [chp]
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