
Los Angeles – Die Olympischen Winterspiele haben den US-Fernsehsender NBC in die roten Zahlen gerissen. NBC hat durch die Übertragungen einen Verlust von 250 Millionen Dollar (184,95 Millionen Euro) gemacht.
Das gab der Sender einen Tag nach dem Ende der Wettkämpfe bekannt. Die Verluste sind auf die geringen Werbeeinnahmen im Zuge der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Ursprünglich hatte der Fernsehsender, der die US-Rechte für den Rekordpreis von 820 Millionen Dollar (606,6 Millionen Euro) erworben hatte, nur auf ein Minus von 200 Millionen Dollar (147,96 Millionen Euro) gehofft.
Dennoch ist der Sender mit seinen Einschaltquoten zufrieden. Durchschnittlich 24,4 Millionen Zuschauer an 17 Olympia-Tagen bedeuten laut NBC das zweitbeste Ergebnis bei Winterspielen nach Lillehammer 1994 (43,2 Millionen Zuschauer). NBC hatte aber in den vorherige Winterspielen jeweils höhere Zuschauerzahlen angegeben: 2002 in Salt Lake City (31,9), 1992 Albertville (29,0) und 1998 in Nagano (25,1). Im Schnitt überflügelte NBC seine Konkurrenten ABC, CBS und Fox. Sie kamen insgesamt nur auf 22,3 Millionen Fernsehzuschauer. NBC konnte sogar erstmals den Quotenbringer „American Idol“ auf Fox mit Olympiaübertragungen übertrumpfen. [mw]
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