
Das ZDF sollte sich nach Ansicht der Bundesregierung stärker um junge Zuschauer bemühen. Zum 50. Geburtstag des Senders am 1. April erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann am Donnerstag, das Fernsehen werde auch künftig eine tragende Rolle spielen.
„Es kommt dabei zukünftig darauf an, die jüngere Zielgruppe auch im Hauptprogramm stärker anzusprechen.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut hat bereits die Verjüngung des Programms als Ziel ausgegeben. Neumann lobte ein „qualitativ hochwertiges Programm“, forderte aber, dass Bildung, Information und Kultur weiter der Kern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht das ähnlich: „Das ZDF muss weiterhin um das jüngere Publikum kämpfen, ohne sich anzubiedern.“ Zugleich dürfe das Zielen auf hohe Einschaltquoten nicht im Vordergrund stehen. Die Fraktion hält eine neue Bewerbung um die Champions-League-Rechte im Gegensatz zu Bellut für verzichtbar.
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte in Mainz mit, bei der Neuausrichtung der Digitalkanäle sollten besonders auch junge Menschen angesprochen werden. Dreyer ist die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder. ZDFkultur soll aus Spargründen wegfallen, einige Formate sollen aber überleben. [dpa]
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