
Washington – Im Streit um höhere Einspeisegebühren der Fox-TV-Sender in den USA beim Kabelnetzbetreiber Time Warner Cable, haben sich beide Parteien auf eine Fristverlängerung um einige Stunden geeinigt.
Mittlerweile hat sich auch Julius Genachowski, der Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC) eingeschaltet und beide Firmen aufgefordert, die Kanäle übergangsweise weiterhin in der Time-Warner-Netze einzuspeisen, um Ärger mit den Kunden vorzubeugen. Das Kabelunternehmen hatte sich bereit erklärt, die Verhandlungen zu erweitern und Bundesbehörden als Schlichter einzuschalten, was News Corp. aber ablehnt.
Das Broadcast-Network Fox möchte künftig einen Dollar pro Monat und Kunde von dem Kabelnetzbetreiber als Vergütung bekommen, damit dieser die Programme in sein Netz einspeisen darf. Doch Time Warner ist nicht bereit, so viel zu zahlen und droht mit Abschaltung der Sender in seinem Netz (DF berichtete). Die Frist für Verhandlungen wurde nun verlängert, die Kanäle bleiben in den Warner-Netzen weiter auf Sendung.
Die Gespräche zwischen beiden Unternehmen gingen in den Morgenstunden des Freitag in eine weitere Runde. Bisher wurden Medienberichten zufolge keine Kanäle in den Warner-Netzen abgeschaltet. Die Parteien hätten über eine Verlängerung auf etwa 12 Uhr geeinigt. Dies wird als Zeichen von Fortschritten in den Verhandlungen gewertet. [fp]
Bildquelle:
- Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com