
Montréal/New York – Vor allem wenn Kinder in den ersten Lebensjahren zu oft vor dem Fernseher sitzen, bekommen sie laut einer Studie bereits im Grundschulalter Schulprobleme und Übergewicht.
Wie die Zeitung „Frankfurter Rundschau“ auf ihrer Internetseite berichtet, hat eine kanadische Langzeitstudie bewiesen, dass starker TV-Konsum im Kleinkindalter Spuren hinterlässt. Die Studie wurde im US-Fachblatt „Archives of Pediatric & Adolescent Medicine“ veröffentlicht.
Demnach neigen Kinder, die mehr als zwei Stunden täglich Fernsehen nutzen dürfen auch später noch zu weniger Bewegung. Als Zehnjährige wären diese Kinder bereits passiver im Unterricht und hätten vor allem in Mathematik Probleme. Zudem neigen Kinder, die früh mit TV-Konsum in Kontakt kommen zu Übergewicht, warnen die Forscher.
Für die Studie haben Forscher aus den USA und Kanada den Werdegang von 1314 Kindern verfolgt und ließen die Eltern Tagebuch über den TV-Konsum ihrer Kleinen im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren führen. Jahre später baten die Forscher die Lehrer ihrer inzwischen zehnjährigen Probanden, um einen ausführlichen Bericht. Daraus ergab sich, dass Schüler, die als Zwei- bis Vierjährige mehr als zwei Stunden am Tag ferngesehen hatten, sich weniger meldeten und in Mathe hinterherhinkten.
Besonders auffällig war, dass die Vielgucker mehr Probleme mit ihren Klassenkameraden hatten und häufiger gehänselt, zurückgewiesen oder auch angegriffen wurden. Zudem wogen sie schon als Zehnjährige fünf Prozent mehr als ihre Mitschüler, die weniger vor dem TV saßen. [cg]
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