Nachdem der Axel-Springer-Konzern zu einer Entschädigungszahlung an Wettermoderator Jörg Kachelmann verurteilt wurde, will das Unternehmen nicht bezahlen.
Der Medienkonzern Axel Springer wehrt sich gegen das Urteil über ein finanzielle Entschädigung für Wettermoderator Jörg Kachelmann. Wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtet, hat das Unternehmen beim Bundesgerichtshof Beschwerde gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln eingelegt, bei dem Kachelmann Mitte Juli eine Geldentschädigung von insgesamt 513.000 Euro zugesprochen worden war.
„Wir haben eine klare Position“, so ein Sprecher des Medienkonzerns gegenüber epd. Wahrheitsgemäße Berichterstattung über Gerichtsverfahren gegen bekannte Persönlichkeiten dürfe nicht durch Strafzahlungen in dieser Größenordnung sanktioniert werden. „Dies würde eine einschüchternde Wirkung auf die freie Presse haben.“
Die Springer-Medien „Bild“ und „Bild.de“ hatten 2010 ohne Zurückhaltung über die Verhaftung Kachelmanns wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer ehemaligen Geliebten berichtet. 2011 wurde Jörg Kachelmann von den Vorwürfen freigesprochen – sein Bild in der Öffentlichkeit war wegen der breiten Berichterstattung aber nachhaltig verändert. Wegen Verletzungen seiner Persönlichkeitsrechte hatte er gegen den Axel-Springer-Konzern geklagt und dabei ursprünglich 2,25 Millionen Euro gefordert.
Die Springer-Medien „Bild“ und „Bild.de“ hatten 2010 ohne Zurückhaltung über die Verhaftung Kachelmanns wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer ehemaligen Geliebten berichtet. 2011 wurde Jörg Kachelmann von den Vorwürfen freigesprochen – sein Bild in der Öffentlichkeit war wegen der breiten Berichterstattung aber nachhaltig verändert. Wegen Verletzungen seiner Persönlichkeitsrechte hatte er gegen den Axel-Springer-Konzern geklagt und dabei ursprünglich 2,25 Millionen Euro gefordert.
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